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Ob- und Nidwaldner Nichtkranzer Schwingfest 2010
Bericht von Markus Roth
Michi Jauch aus Schattdorf
UR gewinnt trotz unentschiedenem Schlussgang.
Bei
prächtigstem Frühlingswetter taten total 100 Schwinger
an. 12 vom Schwingklub Luzern und Umgebung, 24 aus Uri. Der Rest
aus dem ONSV. Wie gewohnt stellten die Obwaldner die grösserer
Delegation aus dem Verbandsgebiet. Ganz vorne rangieren heuer jedoch
die Nidwaldner. An der Spitze ein Gast. Mit fünf gewonnenen
Gängen zieht Michi Jauch in den Schlussgang ein. Der Schlussgang
war wenig attraktiv, da Jauch um seinen grossen Vorsprung wusste.
Geschickt riskierte er den Festsieg nicht und überstand die
zehn Minuten des Schlussgangs. Christian Odermatt, Ennetmoos konnte
mit einem gewonnenen sechsten Gang auf den zweiten Platz gelangen.
Der 20-jährige Käser aus Ennetbürgen, Peter Barmettler
war Schlussgangteilnehmer und nimmt Rang 3a auf der Schlussrangliste
ein. Punktgleich mit Andy Murer, Seedorf und Benno Käslin,
Beckenried.
Bestplazierter Obwaldner war Michael Spichtig, Melchtal auf Rang
4a. Bester Luzerner Christian Brun vom Schwarzenberg auf Rang 5b.
(gesamte Rangliste online)
Der 28-jährige Festsieger wohnt Schattdorf ist Nationalturner
und schwingt heuer in seiner zweiten Saison. Der Freileitungsmonteur
strebt in diesem Jahr klar den Kranzgewinn an. Nächste Gelegenheit
dazu bietet sich am Ob- und Nidwaldner Kantonalen vom 9. Mai in
Sarnen, wo traditionsgemäss die Urner eingeladen sind. Am eigenen
Kantonalen vom 30. Mai vor seiner Haustür in Schattdorf möchte
er wohl gerne als Kranzer auftreten.
Alles in allem ein gelungenes Fest für die Besucher, eingerahmt
durch Musikvorträge und Steinstossen.
Das OK dankt herzlich:
- allen Sponsoren und Gönnern
- den aktiven Schwingern und ihren Betreuern
- den Kampfrichtern und dem Einteilungsbüro
- den Helfern
- den lokalen Behörden für Ihre Unterstützung
- den Besuchern für Ihr zahlreiches Erscheinen
- den bekannten Schwingergrössen aus Gegenwart und Vergangenheit
für Ihren Besuch
- dem Wettergott...
Rangliste
(pdf auf website esv)
Statistik
(pdf auf website esv)
Markus Roth, 25. April 2010
OK 31. Ob- und Nidwaldner Nichtkranzer Schwingfest 2010 Hergiswil
Medien, Rechnungsbüro
Vorschau von Markus Roth
Freiluftsaison der Unterwaldner Schwinger
beginnt wiederum in Hergiswil
Am
25. April erwarten die Zuschauer rund 120 gemeldete Schwinger auf
dem Schwingplatz beim Schulhaus Matt. Die Schwinger vom ONSV erhalten
Konkurrenz von 24 Schwingern aus dem Urnerland. 12 weitere Wettkämpfer
sind vom Schwingklub Luzern und Umbegung eingeladen. Schon die Anreise
der Besucher aus dem Unterwaldnerland wir ein erster Höhepunkt
beinhalten: Die Loppersteinbrücke!
Das Nichtkranzer gehört zum Pflichtprogramm der Nachwuchshoffnungen,
denn auch in diesem Jahr gilt die Teilnahme am Nichtkranzer quasi
als Startberechtigung für das Kantonale des ONSV – heuer
in Sarnen am 8. Mai. Es ist also mit einem motivierten Teilnehmerfeld
zu rechnen. In drei Sägemehlringen wird intensive Schwingerarbeit
zu sehen sein. Das Kampfgericht erwartet, dass die aufstrebenden
Ob- und Nidwaldner von den Gästen echte Konkurrenz zu erwarten
haben.
Ganz vorne auf der Liste derjenigen die sich in diesem Frühjahr
empfohlen haben steht, Brun Christian, Schwarzenberg. Er war zu
Sainsonbeginn in Cham, Sursee und am Badschwinget jeweils der bestplazierte
Nichtkranzer im Teilnehmerfeld von Hergiswil. Mit ähnlich starken
Leistungen bietet sich Käslin Benno, Beckenried für den
oberen Ranglistenbereich an. Er überzeugte als Nichtkranzer
heuer in Sarnen, Engelberg und Sursee. Odermatt Christian, Ennetmoos
und Haas Andreas, Obernau lauern in ähnlich guter Position
auf ein Schwächezeichen der Vorgenannten. Aus dem Tellen-Kanton
zieht als Mitfavorit Arnold Raphael, Unterschächen in den Wettkampf.
Ihm gelang in Flüelen ein Glanzresultat. Für den einen
oder anderen ist Hergiswil bestimmt das letzte Nichtkranzerfest,
denn mit der gezeigten Konstanz ist ein Kranzgewinn eine Frage der
Zeit. Das komplette Teilnehmerfeld entnehmen Sie bitte unserer Website.
Die Schwingerliste wird sich bis zum Festtag eventuell noch verändern,
denn der ONSV kann nach wie vor Schwinger für das gleichentags
stattfindende Zuger Kantonale selektionieren.
Als durchführende Sektion ist Hergiswil zufrieden mit zwei
Eigengewächsen an den Start zu gehen. Landolt Robin, Horw und
Fessler Linus, Hergiswil werden auch ein Wörtchen mitreden
wollen, obwohl die Ranigierungen der beiden mit Jahrgang 93 und
94 noch fehlen.
Anschwingen ist um 11.00 Uhr. Verschiebedatum ist der 2. Mai.
Nebst dem Jodlerklub „Echo vom Pilatus“ und der Kapelle
Reto Blättler aus Hergiswil, trägt auch das Steinstossen
zur Unterhaltung am Festtag bei. Natürlich gibt es auch eine
Festwirtschaft mit günstigen Preisen. Wir erwarten auch Sie
unter den 400 Festbesuchern.
Interview mit Adam Maurus,
OK-Präsident Nichtkranzer und Präsident ONSV:
Wie viele Zuschauer erwarten Sie am 25. April
in Hergiswil?
Da eine stattliche Zahl von rund 120 Schwingern am Start ist erwarten
wir ca. 350 bis 400 Zuschauer. Das gute Dutzend Schwinger aus Luzern
lässt uns zahlreiche Besucher der nahegelegenen Leuchtenstadt
Luzern hoffen - bieten wird den Gästen doch einiges nebst dem
Schwingsport. Auch aus Unterwalden dürfen wir eine Grosszahl
an Sportfreunden erwarten, ist doch der Schwingfestbesuch mit der
einmaligen Fahrt über die „Loppersteinbrücke“
verbunden. Musikalisch werden die Schwingfreunde vom Jodlerclub
Echo vom Pilatus und der Kapelle Reto Blättler unterhalten.
Am Nachmittag gibt es ein Wettkampf im Steinstossen wo sich jeder/jede
zu Start einschreiben kann. Die Festwirtschaft sorgt für das
leibliche Wohl und ein Plätzchen am Schatten, denn wir erwarten
durstiges Wetter.
Welche Herausforderungen muss das Organisationskommitee
bei eine solchen Grossanlass bewältigen?
Das routinierte OK unter der Leitung des Verbandpräsidenten
des Ob- und Nidwaldner Schwingerverbandes Adam Maurus, legt vor
allem Wert auf möglichst perfekte Bedingungen für die
Schwinger. Denn nur wenn sich die Athleten wohl fühlen, kann
ein gutes Fest gelingen. Wenn für das leibliche Wohl der Festbesucher
gesorgt werden kann, fehlt zum zufriedenstellenden Fest nur noch
schönes Wetter und keine schweren Verletzungen.
Kantonale Schwingfeste haben in dieser Jahreszeit Hochkonjunktur.
Was macht das Ob- und Nidwaldner Nichtkranzer Schwingfest so besonders?
Das Nichtkranzer Schwingfest welches alternierend in Hergiswil
NW und Flüeli-Ranft OW stattfindet ist jeweils der Startschuss
für die Freiluftsaison der jungen Aktivschwinger aus Ob- und
Nidwalden. Zugelassen sind ausschliesslich Schwinger ab 16 Jahren
welche noch keinen Kranzerfolg an einem Verbandsfest erringen konnten.
Durch die Einladungen der Urner Sektionen und die Schwinger aus
Luzern und Umgebung sind heuer die Rahmenbedingungen für ein
erstes Kräftemessen im Sägemehlring abgesteckt.
Wer durch den Winter gut trainiert hat, wird womöglich in dieser
Saison seinen ersten Kranz erkämpfen können. Für
diejenigen unter den Schwingern die auf diese Saison hin zum Lager
der Aktiven gestossen sind, weht natürlich ein rauerer Wind,
zumal es keine Unterscheidung in Altersklassen mehr gibt, wie sie
es aus der Jungschwingerzeit gewohnt waren.
Welche bekannten Namen werden sich dieses Jahr im Sägemehl
duellieren?
Bestimmt sind wieder Schwinger am Start, die in den letzten Jahren
vergeblich versuchten an einem Kranzfest einen Erfolg (Kranz) zu
erringen. Von daher wird man den einen oder andern kennen. Von bekannten
Namen kann man jedoch (noch) nicht sprechen, denn in Schwingerkreisen
erarbeitet man sich durch Kranzgewinne einen Namen. Diese Auszeichnung
ist von grosser Bedeutung. Das spezielle am Nichtkranzer ist, dass
eben keine bekannten Namen am Start sind. Der eine oder andere hat
sich wohl mit guten Ergebnissen an Buäbe-Schwingfesten im letzten
Jahr empfohlen, aber eine Bestätigung im Kreise der Aktiven
steht noch aus.
Damit Sie den Zuschauern ein attraktives Fest bieten können,
brauchen Sie Gönner. Wie stehen die Chancen, in einer wirtschaftlich
schwierigen Zeit solche zu finden, resp. wen konnten Sie für
sich gewinnen?
Die Schwingerfamilie in Hergiswil ist gross und blickt auf eine
erfolgreiche Vergangenheit zurück. Viele treue Sponsoren, Gönner,
Gabenspender, Funktionäre und Helfer sind stets bereit für
die Schwingersache einzustehen und Ihren Teil zu leisten. Da viele
Mitglieder der Schwingerfamilie eine starke emotionale Verbindung
zu unserem Nationalspiel haben, steckt in den meisten Fällen
nicht in erster Line ein wirtschaftliches Motiv hinter dem Engagement
für das Nichtkranzer, sondern eben die Verbundenheit mit dem
Schwingen als Bestandteil der eigentümlichen Schweizerkultur.
Das Engagement im Bereich der Jungen Erwachsenen macht sich bezahlt,
denn die Eindrücke die ein junger Schwinger zu beginn seiner
Aktivkarriere macht bleiben stark im Bewusstsein, und für die
Supporter aller Schichten ist es stets eine wahre Freunde die, voll
im Saft stehenden, jungen Männer beim Wettkampf anzufeuern.
Zu unserer treuen Sponsoren in diesem Jahr gehören:
- Raiffeisenbank Region Stans, Geschäftsstelle Hergiswil (Hauptsponsor)
- Akon Montage AG, Hergiswil, Lustenberger Jonas
- Godi Blättler Gartenbau AG, Hergiswil, Blättler Godi
- Schnider Charlotte, Hergiswil
Was gewinnt der Sieger am Nichtkranzer Schwingfest?
Wie an Schwingfesten dieser Art üblich gibt es Naturalgaben
zu gewinnen. Die erfolgreichen Wettkämpfer können aus
einem Gabentempel aus ca. 35 Preisen auswählen. Darunter Glocken,
Stabellen und Uhren bis hin zu Gebrauchsgegenständen aus der
Hergiswiler Glasi. Der Wert der Gaben reicht von 50 bis ca. 600
Franken.
Welche bekannten Namen haben in der Vergangenheit am Nichtkranzer
gekämpft?
Betrachte man die Siegerliste der vergangenen Jahre, so fallen
einem folgende Namen auf: Achermann Thomas, Wolfenschiessen gewann
im Jahre 1996. Er ist mittlerweile mit zwei eidgenössichen
Kränzen dekoriert. Im Jahre 1998 gewann Imfeld Peter, Lungern
heute ebenfalls eidgenössischer Kranzer.
Ein ganz spezieller Moment in der Geschichte des Nichtkranzerschwingfests
in Hergiswil war sicher der Sieg des Einheimischen Wechsler Sepp
im Jahre 1982.
Markus Roth, Medienbeauftragter der Schwingersektion Hergiswil
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